Das erste Mal im Tonstudio

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Junge Musiker führt der Weg oft in ein Tonstudio. Obwohl heute die Musikproduktion auch von zu Hause aus möglich ist, bevorzugen manche doch die Arbeit von Profis.

Tipps für Songschreiber

Wer eigene Songs schreibt, sollte diese vor dem ersten Besuch im Tonstudio konkretisieren. Das bedeutet, dass der Song sowohl textlich als auch vom musikalischen Ablauf her festgelegt wird. Intro, erste Strophe, Chorus, zweite Strophe, Interlude, Chorus und das Ende sind der häufigste Aufbau eines Songs.

In der Pre-Production ist es wichtig, die einzelnen Instrumente festzulegen. Wenn der Song mit einer Band eingespielt wird, muss jeder Musiker seinen Part kennen. Danach folgt die Besprechung mit dem Tontechniker. Dieser kann oft nützliche Tipps zur Gestaltung der Aufnahme liefern.

Vor der Arbeit im Tonstudio sollten alle Instrumente gestimmt werden. Die Arbeit in einem Studio ist sehr teuer. Wer im Homestudio aufnimmt, erspart sich natürlich eine Menge Kosten.

Die Nachbearbeitung

Mit der Aufnahme ist die Produktion noch lange nicht abgeschlossen. In der Nachbearbeitung wird der Sound erzeugt. Die besten Aufnahmen werden geschnitten und abgemischt. In vielen Fällen werden die Instrumente sowie der Gesang extra aufgenommen. Erst beim Mixing werden die einzelnen Tonspuren zusammengeführt. Das geschieht heute elektronisch mithilfe einer entsprechenden Software. Beim Mixing werden meist auch Hall- und andere Soundeffekte integriert.

Zum Schluss geht es ans Mastering. Dabei wird die Lautstärke der einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt. Der Gesang soll dominant sein, aber nicht zu laut. Auch die übrigen Instrumente werden auf die passende Lautstärke angepasst. Danach folgt der Export der Datei. Die fertige Aufnahme wird auf eine Master-CD gebrannt. In einzelnen Fällen kann das heute auch wieder Vinyl sein oder ein MP3-Format.

Die Arbeit im Tonstudio ist vor allem das erste Mal eine Herausforderung für junge Musiker. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Das größte Problem im Tonstudio sind jedoch die Kosten. Manche Tonstudios verrechnen ein Stundenhonorar, das sich bei rund 300 Euro bewegt, andere Studios wiederum nehmen Pauschalpreise pro Song. Diese variieren je nach Anzahl der Spuren. Wer ein komplettes Album in einem professionellen Tonstudio produzieren will, muss jedenfalls mit Kosten in vierstelliger Höhe rechnen. Aus diesem Grund ziehen es heute viele Nachwuchskünstler vor, im eigenen Homestudio zu produzieren.